
Der Berufsweltmeister Andreas Marbacher hat als Dekorationsmaler seine Berufung gefunden. Den ganzen Tag am Schreibtisch zu verbringen, kann sich der energievolle Innerschweizer nicht vorstellen.
Rund 400 Trainingsstunden hat Andreas Marbacher mit seinem Arbeitgeber absolviert. Team-Weekends und der Mentaltrainer haben ihn bei der Vorbereitung zusätzlich unterstützt. Der amtierende Berufsweltmeister weiss aber, dass nebst Fleiss auch eine Portion Glück zum Siegen dazu gehört. Nichts desto trotz hätte er nicht mit einer Goldmedaille gerechnet. «Ich habe bestenfalls mit dem dritten Rang gerechnet. Als mein Name aufgerufen wurde, konnte ich es gar nicht fassen. Es dauerte ziemlich lange, bis ich realisierte, was eigentlich vor sich ging; aber es war einer der schönsten Momente in meinem Leben!».
Weltmeister-Disziplinen: Lackieren, Tapezieren, Freihandmalen
In Kojen untergebracht wurden die teilnehmenden Dekorations-maler und -malerinnen mit ihrer Prüfungsaufgabe vertraut gemacht. Anschliessend hatten die Kandidaten 15 Minuten Zeit, mit dem Experten alleine zu sprechen und Unklarheiten auszumerzen. Während des Wettbewerbs waren solche Gespräche nur noch unter Aufsicht erlaubt. Es galt, die gestellten Tagsaufgaben möglichst perfekt und in nützlicher Zeit zu lösen. «Das war trotz Training ein riesiger Stress – aber es hat sich gelohnt» sagt Andreas Marbacher.
Die Abwechslung machts
Nach der anstrengenden Zeit vor und während dem Wettkampf in Kanada gönnt sich der aktive Luzerner-Fasnächtler mehr Zeit für Freizeit und Hobbies. Er hat sich vorgenommen, endlich das Spiel auf dem E-Bass zu erlernen. An seinem Beruf mag er die Abwechslung und täglichen Herausforderungen. Er kommt in der Gegend herum und knüpft interessante Kundenkontakte. Später will er sich zum Malermeister weiterbilden.
Er konnte der Weltmeisterschaft viel Positives abgewinnen: «Der Wettbewerb hat mich gegen Stress abgehärtet und vor allem beruflich konnte ich mich weiterentwickeln. Dank meinem Sieg habe ich in der Branche zudem eine gewisse Bekanntheit erreicht, was wiederum zu vielen neuen interessanten Gesprächen führt. Nicht zu vergessen sind die geknüpften Kontakte mit Berufskollegen aus aller Welt» sagt Andreas Marbacher. Sein Fazit: Eine positive Erfahrung die jeden, der sie gemacht hat, weiterbringt.
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